Stadt Holzgerlingen
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Naturpark Schönbuch und Heckengäu

Naturpark Schönbuch 
Naturpark Schönbuch

Der Naturpark Schönbuch stellt als größtes geschlossenes Waldgebiet im Ballungsraum des Mittleren Neckars nicht nur ein wichtiges und beliebtes Naherholungsgebiet dar, sondern auch einen einzigartigen Lebensraum für eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt.

Der Reiz dieser Landschaft und seine kulturellen Schätze sowie die Vielzahl seiner Erholungsmöglichkeiten ziehen jährlich bis zu 4 Millionen Besucher an, die den Schönbuch wandernd, spazierend oder radfahrend durchstreifen.

Entdecken Sie den Schönbuch und das Heckengäu

Zwei Landschaftsräume, die viel zu bieten haben. Ganz nah dran am Großraum Stuttgart, ganz weit weg von Stress und Hektik. Willkommen in der Freizeit!

2012 wurde der Naturpark Schönbuch 40 Jahre alt

Südlich von Holzgerlingen liegt eines der ältesten und größten Waldgebiete Baden-Württembergs: Der Naturpark Schönbuch. Er ist das meistbesuchte Naherholungsgebiet im Herzen des dichtbesiedelten Neckarlandes.

Doch wenn es nach dem Willen der damaligen Landesregierung gegangen wäre, würden heute im Schönbuch Großraumjets landen. Anstatt Start- und Landepisten, Abfertigungshallen, Parkhäuser und lauten Einflugschneisen entstand genau das Gegenteil. 1972 wurde das 15500 Hektar große Waldgebiet zwischen Tübingen, Herrenberg, Stuttgart und Nürtingen nach erfolgreichen Protesten gegen das Flughafenprojekt zum ersten Naturpark Baden-Württembergs erklärt.

Der zur schwäbisch-fränkischen Schichtstufenlandschaft gehörende Wald war schon vor 5000 Jahren von Menschen bewohnt. Im Mittelalter gab es im Schönbuch vier Städte, 54 Dörfer, Höfe, Adlige und Mühlen.

1382 erwarben die Württemberger den Schönbuch, der fortan ihr bevorzugtes Jagdrevier war. Nach der Reformation machten sie das Zisterzienserkloster Bebenhausen zum Jagdschloss. Der Schönbuch war der wildreichste Wald im Land. Allein über 3000 Hirsche standen 1714 im Forst. In Notzeiten nutzten die Bauern die Rechte der Schönbuchordnung und mästeten ihre Schweine im Wald. Auch Laubstreu und Gras durften sie nutzen.

1806 wurde Württemberg Königreich und der Schönbuch zum Staatswald. Waldfrevel war üblich, wildern verbreitet. Feindschaften zwischen Förstern und Bauern führten zu manch einer Schießerei.

Seit dem 19. Jahrhundert steht der Wald nur noch im Dienste der Holzproduktion.

Als man 1970 im Staatsforst einen Großflughafen bauen wollte, war der Aufschrei groß: Bei Bürgerinnen und Bürgern, Bürgermeistern, Forstleuten, Naturschützern, Wanderern, Vereinen und den Tübinger Kliniken. Die massiven und hartnäckigen Proteste hatten Erfolg. Mitten im Streit erklärte der damalige Ministerpräsident Hans Filbinger den Schönbuch zum Naturpark.

An diesen Kampf erinnert sich kaum noch jemand. Heute hat der Schönbuch vorrangig eine Naherholungsfunktion. Ausgebaute Wanderwege, Feuerstellen, Grill- und Spielplätze, Wasserbecken, Schaugehege mit Hirschen, Wildschweinen und Rehen, geologische und historische Lehrpfade sorgen dafür, dass an schönen Tagen Tausende Menschen den Schönbuch durchstreifen. Und Holzgerlingen hat dieses wichtige Naherholungsgebiet direkt vor der Haustür.

 
 
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