Stadt Holzgerlingen
Stadt Holzgerlingen
Stadt Holzgerlingen

Gestern – Heute – Morgen

Holzgerlingen ist dreierlei: Geschichte, Gegenwart und Zukunft. Da sich alle drei Dinge bedingen, wollen wir Ihnen an dieser Stelle mit wenigen ausgewählten Stichpunkten etwas von dem Holzgerlingen von gestern, heute und von morgen erzählen.

Erinnern und lernen

Um das Jahr 5.500 v. Chr. dürfte der Ursprung Holzgerlingens datiert werden. Denn schon in der Jungsteinzeit besiedelten Menschen die fruchtbaren Böden der Gäulandschaft und die Schönbuchlichtung, was sich durch verschiedene archäologische Funde auch belegen lässt.

1007
und damit gut 6.500 Jahre später wird dann der Name „Holzgerlinga“ erstmals urkundlich erwähnt und für die Nachwelt festgehalten. Die Namensnennung verdankt Holzgerlingen einer Stiftung von König Heinrich II, der 1014 in Rom zum Kaiser gekrönt wurde. Detailliert wird in dem Dokument vom 1. November 1007 beschrieben, dass das sich bis dahin in königlichem Besitz befindliche Holzgerlingen, samt aller Dörfer, Gehöfte, Kirchen, Flächen, Wege, Gewässer, Wälder sowie aller männlicher und weiblicher Hörigen dem neuen Bistum Bamberg geschenkt wird. 1000 Jahre später wird dieser Anlass Grund für ein rauschendes Festjahr sein.

1138 ging der Ort in den Besitz der Wirtemberger über.

1330
also knapp 200 Jahre später, wird die Holzgerlinger Pfarrei erstmals erwähnt. 1473 wird mit dem Bau des gotischen Chors der Mauritiuskirche begonnen. Der Turm war bereits zwischen 1.000 und 1.250 erbaut worden.

ab 1525
leidet auch Holzgerlingen immer wieder unter Seuchen und Kriegen. Neben der Pest, die 1635 wütet, fordern in den folgenden Jahrhunderten zahlreiche Kriege ihre Opfer: Bauernschlacht (1525), 30-jähriger Krieg (1618 – 1648), preußisch-österreichischer Krieg (1866), deutsch-französischer Krieg (1870), Erster Weltkrieg (1914 – 1918), Zweiter Weltkrieg (1939 – 1945). 1943 werden bei einem Luftangriff 64 Wohnhäuser sowie das Rathaus zerstört. Sieben Jahre später wird das neue Rathaus seiner Bestimmung übergeben. Auch in Holzgerlingen beginnt die Zeit des Wirtschaftswunders und Aufschwungs.

1946 - 1947
bekommt die Schönbuchgemeinde auf einen Schlag 850 neue Einwohner. Heimatvertriebene aus verschiedenen Regionen finden hier ein neues Zuhause. Die Einwohnerzahl steigt ab den 50er-Jahren und viele Industrie- und Gewerbebetriebe siedeln sich an. Die seit 1798 bestehende Bandweberei Gottlieb Binder, heute Binder Gottlieb GmbH & Co. KG ist der älteste Betrieb in Holzgerlingen. Sie ist einer von zahlreichen Handwerksbetrieben und mittelständischen Unternehmen, die kontinuierlich ihren Teil zum Aufschwung und Wachstum von Holzgerlingen beitragen. Durch die gelungene Mischung aus industriellem Wachstum und mitwachsender Infrastruktur entwickelt sich Holzgerlingen bis zur Jahrtausendwende nicht nur zum zentralen Ort auf der Schönbuchlichtung, sondern auch zum Bildungszentrum und attraktiven Wohnort.

Heute in Holzgerlingen

1993
wird in Holzgerlingen die 10.000-Einwohner-Marke durchbrochen und die Gemeinde zur Stadt erhoben. Trotzdem bleibt man auf dem Boden. Über alle Jahrzehnte hinweg ist sich Holzgerlingen seiner Wurzeln bewusst geblieben. Gleichzeitig versteht man es, sich bietende Möglichkeiten effektiv zu nutzen.

Dank der unmittelbaren Nähe zu Böblingen, Sindelfingen und Stuttgart hat sich das einstige Schreiner-, Weber- und Bauerndorf in den letzten Jahrzehnten zu einer dynamischen Kleinstadt entwickelt. Die infrastrukturelle Entwicklung ist dabei Ausdruck für die Dynamik der Stadt. Mit elf Kindergärten, fünf Kinderkrippen, Ganztagesangeboten und allen Schularten vor Ort ist Holzgerlingen ein attraktiver Wohnort für junge Familien. Ein breit gefächertes Angebot an privater und öffentlicher Infrastruktur, wie Musikhaus, Stadtbücherei, Burg Kalteneck und dem Heimatmuseum runden den positiven Eindruck ab.

Stadion, Sporthallen, Waldfreibad, Golfplatz, Reit- und Tennisanlagen sind beispielhaft für ein Sportangebot, das sich ganz besonders an die Jugendlichen der Stadt richtet. Aber auch für die älteren Mitbürger ist hier optimal gesorgt. Das Altenzentrum „Haus am Ziegelhof“ befindet sich unweit der Stadtmitte und umfasst 52 betreute Altenwohnungen, die Sozial- und Diakoniestation sowie eine großzügige Begegnungsstätte mit Cafeteria. Das benachbarte Pflegeheim mit 86 Plätzen ergänzt das Angebot sinnvoll.

Holzgerlingen ist heute eine lebendige prosperierende Kleinstadt. Eingebettet in einen natürlichen Lebensraum am Rande des Naturparks Schönbuch können viele Bewohner nicht nur die naturnahe Lage genießen, sondern finden hier auch gut und schnell erreichbare Arbeitsplätze. Seit 1996 ist die Schönbuchbahn – nach 30 Jahren Stilllegung - wieder im Einsatz: halbstündig in nur 13 Minuten bringt sie Pendler von Holzgerlingen nach Böblingen und zurück.

Heute fühlen sich rund 13.000 Einwohner in der Schönbuchstadt wohl.

Die Wirtschaft
Den attraktiven Standortvorteil Holzgerlingens, im Ballungsraum Stuttgart – Böblingen – Sindelfingen, nutzen die ortsansässigen Handwerksbetriebe ebenso bewusst wie eine große Anzahl von Einzelhändlern und die mittelständische Industrie. Durch die umsichtige Ausweisung von großzügigen Gewerbeflächen, und eine interkommunale Zusammenarbeit bietet Holzgerlingen den Grundstein für das Wachstum von Handwerk, Gewerbebetrieben und Industrie.

Heute haben rund 3400 Menschen ihren Arbeitsplatz in Holzgerlingen.

Die Menschen
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor sind die Menschen, die sich mit Holzgerlingen verbunden fühlen. Zum Ausdruck bringt dies das rege Vereinsleben, das zum Mitmachen einlädt. Ein beeindruckendes Beispiel für ehrenamtliches Engagement und die gute Zusammenarbeit zwischen Vereinen, Kirche, Schulen, Kindergärten und Stadtverwaltung war 2007 die 1.000-Jahrfeier. Bei über 60 Veranstaltungen konnte man erfahren und erleben, was Holzgerlingen vor allem ausmacht: Die Menschen, die hier leben, arbeiten, feiern und zuhause sind.

Mehr als ein Blick voraus

Fortschritt
Man muss beim Fortschritt immer fragen: Wo willst du hin?“, fasste Stuttgarts ehemaliger Oberbürgermeister Manfred Rommel einmal das treffend zusammen, was in Holzgerlingen bei Entscheidungen immer wieder in den Blickpunkt rückt: Die Verantwortung für die eigene Zukunft. Wachstum mit Augenmaß steht seit Langem als Maxime über der Arbeit des Gemeinderates und der Stadtverwaltung. Dies ist mit Sicherheit auch ein Faktor, warum die Stadt auf der Schönbuchlichtung bis heute prosperiert. Doch vor allem ist es auch ein Garant dafür, dass Holzgerlingen für junge Familien ein interessanter Wohnort ist und auch für zukünftige Generationen ein attraktiver Lebens- und Arbeitsort sein wird.

Wachstum
Durch die umsichtige Ausweisung von Gewerbeflächen hat Holzgerlingen den Unternehmen vor Ort, aber auch Gewerbebetrieben von außerhalb immer wieder Möglichkeiten zum Wachstum geboten. So hat sich über die Jahre hinweg ein breiter Mix aus Handwerk und Handel, aus produzierendem Gewerbe und Dienstleistungsunternehmen ergeben. Wachstum besteht jedoch nicht nur aus Gewerbeflächen, sondern auch aus Wohngebieten, wie dem jüngst entwickelten Stadtteil Holzgerlingen-Hülben. Auch zukünftig wird somit das für die Stadt wichtige Gleichgewicht zwischen Freizeit und Arbeit gewahrt bleiben und Holzgerlingen so ein gesundes Wachstum ermöglichen.

Nachhaltigkeit
Zukunft ist in Holzgerlingen keine Utopie, sondern der Versuch Zukunftsvisionen in konkrete Projekte umzusetzen. Dies ist nicht nur eine Aufgabe von Gemeinderat und Stadtverwaltung, sondern aller Holzgerlinger Bürgerinnen und Bürger. Schon seit 1997 werden im Rahmen der Lokalen Agenda 21 nicht nur Träume entwickelt, sondern ganz konkrete Projekte umgesetzt. Ausgehend von den zentralen Themen „Brücken bauen“, „Energie“ sowie Stadtentwicklung und Verkehr haben sich bereits zahlreiche Aktionen ergeben. Das Spektrum reicht  von Indianertagen, Theaterabenden, Fahrrad-Ausfahrten und Wanderungen bis hin zu einem eigenständigen Solarförderprogramm.

 
 
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