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71088 Holzgerlingen
Fon: (07031) 6808-0
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1000 Jahre Holzgerlingen

bzw.

Wie sah das alte Holzgerlingen aus?


"Ortsansicht von 1683"
Die älteste Ortsansicht von 1683 stammt aus dem Kieser’schen Forstlagerbuch. Zwischen dem befestigten Kirchenbezirk und der Burg Kalteneck lag der alte Ort, umgeben vom Etter, dem Dorfzaun. In ihm waren zwei Tore, das Mögistor und das Morhardtstor; es waren wohl keine gemauerten Tore, sondern Holzgatter, die den Dorfbereich mit seinem Kleinvieh von der Ackerflur trennten. An Straßen werden 1495 genannt die Altdorfer Gasse, eine Dietzengasse, am Eschelbach, die Glemat = Klemmert, eine Stauchgasse. Die Kelter lag bei der Kirche, wo auch eine Wiese beim "Bainhus“, also beim Beinhaus genannt wird (es ist das einzige im Umkreis erhaltene Bainhaus). Ein Siechenhaus lag am Kreuzerwasen; auch ein Kreuz- und Bildstock werden genannt. Auch der Schaichhof ist früh bezeugt: 1495 erscheint der Schayen Mayer, später als Schaichmaier.

Die Ackerflur ist in drei Zelgen eingeteilt mit den Namen Mauren, Weihdorf, Hohloch. Dazu kam außer dieser Einteilung der Böbelsberg, von dem die Hälfte dem Heiligen (Kirchenvermögen) zu Böblingen gehörte. Die Sonderstellung dieses Böbelsbergs, dessen Name enge Beziehung zu Böblingen verrät, wird auch dadurch unterstrichen, dass in den alten Lagerbüchern in der Nähe noch ein „Krimhilden Weg“ vorkommt. Dieser Name, aus der Nibelungensage bekannt, erinnert wohl an die Frühzeit der fränkischen Herrschaft unter den Merowingern.

 

Ortsplan von 1830
"Ortsplan von 1830"
Wie groß war der alte Ort? Nach dem Lagerbuch von 1495 können wir 125 Familien (Haushaltungen) mit 80 verschiedenen Namen feststellen. Im Jahr 1525 hat Sindelfingen 156 Häuser, Böblingen 122 (und 19 Familien ohne Haus), Holzgerlingen als größtes Dorf 121 Häuser, wobei 15 Familien ohne Haus waren, allerdings war der Wert der Gebäude in Böblingen etwa doppelt so hoch wie in Holzgerlingen.

Hier sei das Urteil der Oberamtsbeschreibung von 1850 über die Holzgerlinger angeführt: „Die fleißigen, sparsamen und religiös gesinnten Einwohner haben eine dauerhafte Gesundheit und erreichen trotz ihrer im Durchschnitt dürftigen Lebensweise häufig ein sehr hohes Alter“.

Weitere Informationen zur Ortgeschichte finden Sie im "Historischen Stadtrundgang" >

 

 

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